Einführung und Hinweise zur Durchführung

Mit dem Planspiel „Rüsseldorf“ knüpft die Lebenswelt direkt an den Alltagserfahrungen der Jugendlichen an, die sich häufig auf den kommunalen Rahmen mit all seinen Begrenzungen beziehen. Die Lebenswelt kann sowohl als zweiter Tag des Planspiels „Die Beste Aller Welten“ als auch für sich alleine an einem Tag gespielt werden. Ziel des zweiten Tages ist die Erfahrung von Handlungsspielräumen unterschiedlicher Akteur/-innen in der Kommunalpolitik.
Auch für die Durchführung der zweiten Staffel des Planspiels „Die Beste Aller Welten“ ist ein Spieltag erforderlich. Kurze Pausen werden von den Gruppen individuell in Abhängigkeit vom Spielablauf genommen. Es gibt eine Mittagspause, die ausreicht, um etwas Abstand vom Spiel zu gewinnen (ca. 1 Stunde).
Das Spiel ist wieder in drei Phasen gegliedert, an deren Ende jeweils bestimmte Ziele erreicht sein sollten. Stärker als in der ersten Staffel steht die Auseinandersetzung zwischen verschiedenen realistischen Interessengruppen im Mittelpunkt der Handlung. Die Aufgabe des Medienteams (jetzt: „Rüsseldorf-TV“ oder welchen Namen sich die Gruppe auch gibt) ist auch diesmal die, den Ablauf in den einzelnen Sequenzen zu dokumentieren und jeweils eine kurze Zusammenfassung des Geschehens zu geben. Von der Mediengruppe gehen darüber hinaus aber auch Impulse auf das Spiel aus, da die Art der Darstellung sicher Einfluss auf den Handlungsablauf nehmen wird.

Zeitbedarf: Planen Sie für diesen Tag einen vollen Schultag ein. Es hat sich als wenig praktikabel erwiesen, den Ablauf des Planspiels in mehrere Doppelstunden zu gliedern, da das Spiel seine Eigendynamik entwickeln muss, um (kommunal-)politisches Handeln erlebbar zu machen.

Räumlicher Bedarf: Für jede der 6 Spielgruppen sollte ein eigener Raum bzw. eine deutlich abgetrennter Teil eines großen Raumes zur Verfügung stehen, damit vertrauliche Gespräche innerhalb und zwischen den Gruppen möglich sind. Der Raum der Verwaltung sollte neben dem Arbeitstisch der Gruppe „Stadtverwaltung“ als Ratssaal bestuhlt sein, d.h. am Kopf gibt es die Plätze für den/die Bürgermeister/-in und die Verwaltungsmitglieder, die beiden Seiten sind für Mehrheit und Minderheit reserviert. Der Verwaltungsbank gegenüber oder seitlich gibt es die „Zuschauertribüne“, d.h. Stühle (ohne Tische) für die Mitglieder der Gruppen Nachbarn, Jugendliche und Rüsseldorf-TV (s. Grafik).

Zahl der Teilnehmenden: Die Mindestanzahl liegt bei 20 Teilnehmenden (TN). Sie sollte auch stabil bleiben, d.h. vor allem im Falle der außerschulischen Jugendbildung ist es wichtig, dass alle TN für die gesamte Dauer des Spiels verbindlich ihre Teilnahme zusagen.

Inhaltliche Vorbereitung:
Eine inhaltliche Vorbereitung der TN ist nicht erforderlich, da die notwendigen inhaltlichen Voraussetzungen in den Materialien erläutert und dann direkt im Spiel umgesetzt werden können.

Lehrende sollten sich der Mitarbeit einer Kollegin/eines Kollegen versichern, denn die Leitung eines Planspiels erfordert viel Aufmerksamkeit – häufig an mehreren Stellen gleichzeitig.

Technische Ausstattung: Das Spiel ist auch mit einer technischen Minimalausstattung (z.B. kopierten Arbeitsanleitungen) spielbar. Optimal ist es allerdings, wenn ein PC/Laptop mit Lautsprechern und ein Beamer verfügbar ist, um die in das Spiel eingestreuten Einspielfilme nutzen zu können. Die Mediengruppe – das „Rüsseldorf-TV”-Team – sollte außerdem im Spiel die Möglichkeit haben, entweder mit einer in der Schule vorhandenen Video- oder Digitalkamera oder – als Minimallösung – mit dem Handy Filme vom Geschehen zu drehen. Diese Filme können nach Spielunterbrechungen, aber auch später im Unterricht noch einmal verwendet werden. Wenn die Schule über eine Videokamera verfügt, kann diese zusammen mit einem PC/Laptop genutzt werden. Hier muss aber, da in der Regel kein Schnittplatz zur Verfügung steht, vorab festgelegt werden, dass die Länge des Films z.B. 10 Minuten nicht überschreiten sollte. Zur Nutzung des Materias für die Mediengruppe (siehe Material Medienteam) sollte ein Laptop/PC für die Gruppe zur Verfügung stehen.

Materialien: Alle Materialien sollten vor Beginn des Planspiel in der notwendigen Anzahl kopiert sein und nach den Angaben im Ablaufplan jeweils an die genannten Gruppen bzw. Einzelakteur/-innen verteilt werden.