Phase 3

Anleitung

In der dritten Phase des Tages ist folgende Anleitung seitens der Spielleitung notwendig:

  • Begleitung der dritten Spielphase in der Gesamtgruppe: Die Spielleitung fungiert als Aufsicht, didaktische Begleitung z.B. beim Beantworten von aufkommenden inhaltlichen Fragen, geben ggf. Unterstützung der Moderator/-innen;
  • Einsatz jeweils einer Kleingruppe als Moderationsteam, die aus anderen Kleingruppen nach Kandidat/-innen suchen und diese durch ihr Spiel führen (diese übernehmen eigenständig die Leitungsrolle);
  • Spielleitung steht zusätzlich als „Lehrerjoker“ zur Verfügung.

Setting

In der dritten Phase des Planspieltages fordern die jeweiligen Kleingruppen die anderen Teilnehmenden mit ihrer vorbereiteten Quiz-Show bzw. Quiz-Fragen heraus. Sie moderieren die Sendung „Wie werde ich Bundeskanzler/-in“ mit je zwei Kandidat/-innen aus der Gesamtgruppe. Diese Phase dauert entweder so lange, bis jede Show durchgespielt wurde oder bis das von der Spielleitung ausgewählte Frageset gespielt wurde (s. Ablauf- und Zeittabelle Phase zu 2 und 3).

Ziele

Die Ziele der dritten Spielphase sind im Wesentlichen:

  • die Teilnehmenden (TN) werden von Medienkonsument/-innen zu eigenständigen Akteur/-innen, indem sie ein bekanntes und beliebtes Medienformat – die Quiz-Show – mit ihren eigenen Fragen füllen;
  • die TN erkennen die Qualität ihrer selbst generierten Fragen und Antworten daran, welche von ihren „Kandidat/-innen“ beantwortet werden können;
  • die TN erleben nun nicht nur die –die für ihre Position als Schüler/-innen typische – Rolle der Befragten, sondern auch die aktivere Rolle der Fragesteller/-innen und der Moderator/-innen und können sich darin ausprobieren;
  • die gesamte Gruppe kann ihr Wissen über Politik durch Fragen und Antworten erweitern.

Gruppen

Die dritte und letzte Spielphase findet wieder in der Gesamtgruppe statt. Diesmal moderiert aber nicht die Spielleitung das Spiel, sondern jeweils die Gruppe, die die anderen mit ihrem Frageset/ihren Fragen herausfordert. Es moderieren immer zwei Jugendliche aus der jeweiligen Gruppe (Mädchen und Junge) ihr Spiel mit zwei Freiwilligen (Mädchen und Junge). Wie in der ersten Runde werden diese Freiwilligen abgelöst, sobald sie eine Frage falsch beantwortet haben.

Ablauf

Die dritte Phase findet wieder in der Gesamtgruppe statt. Jetzt werden die verschiedenen Fragesets oder ein gemeinsames Frageset (je nach Spielversion s.u. Tabelle) aus Fragen der Kleingruppen gespielt. Die Moderation übernehmen zwei TN aus der jeweiligen Gruppe (Mädchen und Junge). Wie in der ersten Phase werden zwei Freiwillige als Kandidat/-innen nach vorne gebeten und von zwei anderen Teilnehmenden abgelöst, sobald sie eine Frage falsch beantwortet haben.
Am Ende des Tages findet eine kurze Reflexionsphase statt. Diese kann sich – je nachdem, ob alle drei Planspieltage hintereinander gespielt wurden, – auf alle drei Tage oder nur auf den dritten Tag beziehen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Ablauf der dritten Phase:

Zeit Inhalt Aufgaben der Spielleitung Aufgaben der TN Material
1-2 Stunden je nach gewählter Spielversion (s.u. Tabelle) Spielen der selbst entwickelten Fragesets Die Spielleitung wird ggf. als „Lehrerjoker“ eingesetzt und schaltet sich ansonsten nur in didaktischer Funktion ein, z.B., wenn nach Beantworten einer Frage weiterführende inhaltliche Fragen entstehen oder wenn Bedarf einer Erläuterung besteht Es moderieren jeweils 2 TN (Junge und Mädchen) das von ihrer Gruppe entwickelte Frageset; Dazu bitten sie wie in der ersten Runde jeweils 2 Freiwillige nach vorne, die von 2 anderen abgelöst werden, wenn sie eine Frage falsch beantwortet haben; Je nach gewählter zeitlicher Variante (s.u. Tabelle) wird dies solange wiederholt, bis alle Fragesets gespielt wurden oder es wird nur ein zusammengesetztes Frageset gespielt, wobei jeweils zwei TN aus derjenigen Gruppe moderieren, welche die Fragen entwickelt hat Die jeweiligen Laptops der Gruppen mit entwickeltem Spiel und Beamer
(über USB-Stick lassen sich alle Fragesets auch auf einen Laptop einspielen)

Oder
Wissen M 2 und M 3
15-30 Min. Reflexion Die Spielleitung sammelt die Eindrücke der TN, wie der Tag erlebt wurde Reflektieren über die Geschehnisse des Tages  

Hier nun die verschiedenen zeitlichen Varianten der dritten Phase:

Zeitlicher Rahmen Variante mit Laptop und Beamer Variante mit Overheadprojektor, Folien und Papier
Lange Version
(ganzer Spieltag)
In Phase 3 wird das gesamte Frageset jeder einzelnen Gruppe gespielt, dh. der Laptop der jeweiligen Gruppe wird an den Beamer angeschlossen. Jeweils zwei Jugendliche aus jeder Gruppe (Mädchen und Junge) moderieren ihre Quiz-Show. Die TN setzen bei ihrer eigenen Gruppe aus, da sie die Antworten schon kennen.
Abschließend findet die Reflexion statt (s.o. Tabelle)
In Phase 3 wird das gesamte Frageset jeder einzelnen Gruppe gespielt, dh. jede Gruppe legt ihre 15 Folien in der von ihr festgelegten Reihenfolge (möglichst mit sich steigerndem Schwierigkeitsgrad) auf den Projektor. Jeweils zwei Jugendliche aus jeder Gruppe (Mädchen und Junge) moderieren ihre Quiz-Show. Die TN setzen bei ihrer eigenen Gruppe aus, da sie die Antworten schon kennen.
Abschließend findet die Reflexion statt (s.o. Tabelle)
Kurze Version
(halber Spieltag)
Das gemeinsame Frageset wird in der Gesamtgruppe gespielt. Jeweils zwei Jugendliche aus jeder Gruppe (Mädchen und Junge) moderieren die Fragen ihrer Gruppe. Die Gruppe, von der die jeweiligen Fragen stammen, setzt währenddessen im Spielen aus, da sie die Antworten bereits kennt.
Abschließend findet die Reflexion statt (s.o. Tabelle)
Das gemeinsame Frageset wird in der Gesamtgruppe gespielt, die Spielleitung koordiniert die Reihenfolge der Folien und ruft jeweils die Gruppe auf, von der die folgenden Fragen stammen. Je zwei Jugendliche aus jeder Gruppe (Mädchen und Junge) moderieren die Fragen ihrer Gruppe. Die Gruppe, von der die jeweiligen Fragen stammen, setzt währenddessen im Spielen aus, da sie die Antworten bereits kennt.
Abschließend findet die Reflexion statt (s.o. Tabelle)
Zwischenlösungen Es werden so viele Fragesets gespielt, wie die Spielleitung vorgesehen hat. Die Spielleitung kann das Spiel je nach Stimmung in der Gesamtgruppe und zeitlichem Rahmen auch frühzeitig abbrechen.
Abschließend findet die Reflexion statt (s.o. Tabelle)
Es werden so viele Fragesets gespielt, wie die Spielleitung vorgesehen hat. Die Spielleitung kann das Spiel je nach Stimmung in der Gesamtgruppe und zeitlichem Rahmen auch frühzeitig abbrechen.
Abschließend findet die Reflexion statt (s.o. Tabelle)